Marktplatz als Eventbühne

FDP-Forderung auf Mitgliederversammlung bekräftigt

Der Marktplatz von Gunzenhausen soll stärker als Eventbühne genutzt werden. Dafür hat sich auf der Mitgliederversammlung der Freien Demokraten Stadtrat Werner Falk ausgesprochen. „Wir wollen Gäste und Käufer in das Stadtzentrum locken und die 1a-Lage noch attraktiver machen“, erklärte er auf der Mitgliederversammlung der Freien Demokraten im Parkhotel Altmühltal.

Wie Falk erklärte, hätten sich die Veranstaltungen auf dem Marktplatz als Besuchermagneten bewährt. Vor allem die „Samstagskonzerte“ von Juni bis September würden von Einheimischen und Gäste gern besucht. „Wir sehen“, so der Stadtrat, „die neidischen Blicke unserer Nachbarstädte.“ Die Resonanz auf die Events am Marktplatz sei durchwegs positiv. Auch die Eisbahn habe sich mit rund 9000 Besuchern etabliert. Der Wunsch von Geschäftsleuten am Marktplatz, die Eisbahn auf die neue Altmühlaue zu verlegen, sei daher unverständlich. Gerade mit Blick auf die Geschäfte würden die Events veranstaltet. Der erboste Freidemokrat: „Unser Marktplatz soll ein vitales Zentrum sein.“

Der einzige Stadtrat der FDP sprach sich auch dafür aus, die Dienste der CIMA weiterhin zu nutzen, um das Marketing der Stadt in die richtige Spur zu bringen. Deshalb plädierte er auch für ein weiteres Engagement des Citymanagers Markus Jocher. „Er bringt die Erfahrung aus anderen Städte mit und ist ein ideenreicher Kopf“, äußerte Werner Falk, „auf den die Wirtschaftsförderung der Stadtverwaltung und der Stadtmarketingverein noch nicht verzichten können.“

Das seit Jahresbeginn installierte Rufbussystem für die ländlichen Stadtteile von Gunzenhausen sei zwar ein tolles Angebot, aber es müsse auch tatsächlich genutzt werden. Falk: „Die Nachfrage muss sich gewaltig steigern, wenn wir nicht einen erneuten Flop erleben wollen.“ Er bezog sich auf Erkenntnisse, die er bei einer Begegnung mit Senioren der Kirchengemeinde in Laubenzedel gewonnen hat. Von den Teilnehmern habe bisher noch niemand den Rufbus verlangt.

Hinsichtlich der wohnlichen Nutzung des ehemaligen Baustoff-Union-Grundstücks in der Weißenburger Straße, wo nach einer ersten Planung an die 30 Wohneinheiten entstehen sollen, sprach sich der FDP-Kommunalpolitiker für eine kreative Architektur des Komplexes aus und brachte eine Stelzenbauweise ins Gespräch, durch die sich eine für die Bauträger teure Tiefgarage umgehen ließe. Zudem sollten dort 20 Prozent der Wohnungen zu sozialverträglichen Mieten angeboten werden.


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